Atomgegner nutzen Katastrophe aus

Von Alexander Müller veröffentlicht am 12. März 2011 | 15.961 mal gesehen

Atomgegner im WahlkampfIn Deutschland, Frankreich und in der Schweiz machen Atomgegner Stimmung gegen Atomenergie. Sie nutzen dabei die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan schamlos für ihre politischen Zwecke aus. Dabei ist Japan ein Sonderfall. Weder Deutschland, Frankreich noch die Schweiz befinden sich in einer ähnlich gefährlichen Erdbebenzone wie Japan. Dass es im Binnenland Schweiz zu einer Tsunami-Katastrophe kommen kann, ist sehr unwahrscheinlich.

Bis zum aktuellen Zeitpunkt ist überdies unklar was sich derzeit wirklich im Atomkraftwerk Fukushima ereignet. Folglich kann man über die Auswirkungen des Zwischenfalls auch noch nichts Konkretes sagen. Wer also jetzt schon auf die Strasse geht um gegen Atomenergie zu demonstrieren, der tut dies wider besseres Wissen und aus politischen Gründen. In Deutschland machen die Grünen bereits Wahlkampf mit dem Thema.

Leider tragen auch die sensationshungrigen Massenmedien mit ihrer undifferenzierten Berichterstattung zur Panikmache bei. Bleibt zu hoffen, dass die Mehrheit der Menschen vernünftig bleibt und sich nicht von linksgrünen Spinnern und sektiererischen Atomgegnern in Panik versetzen lässt.

Übrigens, die Effekthaschrei der Atomgegner beschränkt sich nicht nur auf das Ausnutzen von Katastrophen. Wenn es gerade keine Katastrophe gibt, wissen sie sich auch auf andere Art und Weise zu helfen. Wie weit ihre Effekthascherei geht, zeigt das folgende Bild. Darauf sind Atomgegnerinnen abgebildet, die mit vollem Körpereinsatz für ihre Sache kämpfen.

Die Atomgegnerin Carlotte Roche ging sogar noch einen Schritt weiter als ihre beiden Kolleginnen. Sie machte dem deutschen Bundespräsidenten Wulff ein unmoralisches Angebot. Sie bot Wulff Sex an wenn er ein Gesetz für längere AKW-Laufzeiten ablehnt bzw. nicht unterschreibt. Natürlich konnte sie mit ihrem unmoralischen Angebot gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits macht sie damit auf effekthascherische Weise Eigenwerbung für Ihr Buch „Feuchtgebiete“ und auf der anderen Seite setzt sie sich damit gegen Atomenergie ein. Die Gefahr, dass der verheiratete Wulff auf das Angebot eingeht ist ohnehin sehr gering. Dennoch, das Angebot von Roche ist eine Diffamierung von Männern.  Wer ein solches Angebot unterbreitet ist auf Effekthascherei aus und signalisiert, dass Männer triebgesteuert sind. Wer sowas ernst nimmt, glaubt offenbar mit unmoralischen Angeboten politische Entscheide herbeiführen zu können.  Roche scheint eine linke Feministin zu sein, die nicht allzuviel von Männern hält. Einer Frau wie Roche ist eine Hure in jedem Fall vorzuziehen. Die Hure ist nämlich lediglich auf Geld aus und verlangt keine politischen Entscheide für ihre Dienstleistung.

8 Gedanken zu „Atomgegner nutzen Katastrophe aus“

  1. Dass die linken Parteien und die Umweltverbände die Katastrophe ausnutzen mag vielleicht stimmen. Mann kann dies auch verwerflich finden und sich in einem Blogpost darüber aufregen. Die moralische Weste des Schreibers muss aber in diesem Fall nicht nur weiss, sondern tiefenrein sein.

    Denn klar ist, dass die Rechten nicht weniger Kapital aus den Aufständen im Magreb schlägt. Noch während Diktatoren ihr eigenes Volk abschlachten, profilieren sie sich mit Parolen gegen die anrollende Flüchtlingswelle.

    Ich will niemanden in Schutz nehmen. Doch, dass die PolitikerInnen in Zeiten von Leid und Katastrophen immer noch nicht gemeinsam unter dem Regenbogen tanzen… dass sollten wir nun langsam wissen.

    Übrigens: Für einen Hintergrundbericht zu diesem Thema lege ich euch folgenden Polithink-Artikel nahe:

    ACF und AKW: Droht dem schweizerischen Policy-Kern die Schmelze?

    Gruss – Simon

  2. Moment!

    Zunächst zur Sache in Libyen: Libyer dürften im Moment nicht fliehen sondern sich in Libyen kämpfend für ein freies Libyen einsetzen. Im TV sah ich einen Bericht über einen Libyer, der in Deutschland studiert hat und nun nach Libyen zurückgekehrt ist um am Kampf gegen Gaddafi teilzunehmen. Er ist also nicht geflohen sondern an den Gefahrenherd gereist. Wenn Gaddafi gewinnen sollte, könnte es libysche Flüchtlinge geben. Dazu folgendes: Bürgerliche wie ich sind bereit Flüchtlinge, die an Leib und Leben bedroht sind, aufzunehmen. Vorausgesetzt, dass diese nicht bereits über einen sicheren EU-Drittstaat in die Schweiz gekommen sind.

    Hingegen verstehe ich die Schweiz nicht als Weltsozialamt. Zugunsten einer intelligenten Einwanderungspolitik sind qualifizierte und anpassungsfähige Arbeitskräfte Wirtschaftsflüchtlingen aus Drittweltländern vorzuziehen. Wir haben schon genug Probleme mit Drogendealern aus Afrika und religiösen Fanatikern, die unsere Rechtsordnung in Frage stellen.

    Calmy-Rey spricht gerne von der „humanitären Tradition“ der Schweiz. Meiner Ansicht nach verwechselt sie dabei das IKRK mit der Schweiz. Auf der internationalen Ebene geht es um Interessensvertretung. Wer dort selbstlos handelt, der wird über den Tisch gezogen.

    Zu Ihrem Artikel bezüglich AKW:
    Die Situation in Japan kann man nicht ohne weiteres auf Länder wie die Schweiz übertragen. Japan liegt anders als die Schweiz in einer geographisch äusserst gefährlichen Zone, die immer wieder von heftigen Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis heimgesucht wird.

    Das AKW in Fukushima ist über 40 Jahre alt. Es gab dort in der Vergangenheit immer wieder Zwischenfälle. Ähnliche Zwischenfälle bei Schweizer AKW’s sind mir nicht bekannt.

    Der Vorfall in Japan dürfte hierzulande vor allem das Bewusstsein für die Gefahren gesteigert haben. Das ist gut so. Ich gehe davon aus, dass neue AKW’s technisch ausgereifter und sicherer sind als die AKW’s aus den 1960er und 1970er Jahren. AKW’s in der Schweiz sollten vor allem erdbebensicher sein, Flugzeugabstürze aushalten können und gegen Terroranschläge gewappnet sein.

    Gegenwärtige Manöver von Politikern erachte ich für übereilt. Ich sehe das im Kontext der bevorstehenden Wahlen. Grüne und Grünliberale dürften versuchen ein Wahlkampfthema daraus zu machen um politisches Kapital daraus zu schlagen. Ich versuche dem zu entgegnen indem ich diese Machenschaften aufdecke und darüber berichte.

  3. Die Kommentare von dir und Simon widersprechen sich ja gar nicht.

    Du schreibst „Gegenwärtige Manöver von Politikern erachte ich für übereilt. Ich sehe das im Kontext der bevorstehenden Wahlen“.

    Während du das nur auf die Grünen und Grünliberalen im Falle Japans bezieht, sieht Simon dasselbe Verhalten auch bei der Rechten, welche die Situation in Nordafrika für ihre Einwanderungspolitik nutzt. Die Aussage von Simon war ja lediglich: Die Rechte ist nicht besser, sie schlägt ebenfals Kapital aus tragischer Aktualität. Dabei ist ja egal, ob man die Ansichten der Grünen/Grünliberalen resp. der SVP teilt oder nicht.

  4. Hallo Deana, ich sehe da schon einen Unterschied. Die Atomkraftgegner machen aufgrund der Katastrophe in Japan auf Panikmache. Sie versuchen so eine Anti-AKW-Stimmung zu erzeugen. Dabei kann man die Situation in Japan gar nicht mit der Schweiz vergleichen. Ausserdem muss man jetzt erst einmal genau wissen was genau im Atomkraftwerk Fukushima geschah ehe man Massnhamen für die Schweiz bzw. künftige Atomkraftwerk-Generationen ableiten kann.

    Die Flüchtlingssituation in Libyen hat nichts mit Panikmache zu tun. Es ist vielmehr so, dass die Linken wieder einmal die Schleusen für potentielle Wähler öffnen wollen. Viele Linke sind für schnelle Einbürgerungen. Viele eingebürgerte Ausländer wählen links. Die Bürgerlichen wollen hingegen nichts von Wirtschaftsflüchtlingen aus Afrika wissen. Das hat nichts mit Wahlkampf zu tun. Gerade die SVP ist schon seit mehreren Jahren für eine restriktive Ausländerpolitik bekannt.

    Die Leute, die Libyen verlassen sind in erster Linie Gastarbeiter, die in Libyen gearbeitet haben. Die Chinesen haben ihre Leute mithilfe von in Griechenland gecharterten Schiffen evakuiert. Andere Länder wie Bangladesh und Pakistan lassen ihre Landsleute in Libyen im Stich. Man hat diese Leute nun in Auffanglagern in Tunesien und dem Tschad untergebracht.

    Weitere Flüchtlinge aus anderen afrikanischen Ländern nutzen die Lage in Libyen aus um nach Europa zu gelangen. Gaddafi hat die Flüchtlinge ja bisher in Libyen zurückgehalten bzw. Flüchtlinge von Italien zurückgenommen. Das entfällt jetzt.

    Es hat doch jetzt überhaupt nichts mit Panikmache oder Wahlkampf zu tun wenn man verlangt, dass sich die EU an die Drittstaatenregelung hält und man auf bürgerlicher Seite zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und Flüchtlingen, die an Leib und Leben bedroht sind, unterscheidet. Ich behaupte, dass es vorallem weniger gut qualifizierten Schweizern schadet, wenn man billige ungelernte Arbeitskräfte aus Drittweltländern (Wirtschaftsflüchtlinge) importiert. Am Schluss darf dann der Steuerzahler die Sozialwerke sanieren.

  5. Ja und was macht der Schreiberling mit diesem Text? Er nutzt diese Katastrophe aus, um gegen die Linken zu schiessen. An Scheinheiligkeit kaum zu überbieten dieser Text. Wäre der Schreiberling gegen AKW’s würde er die aktuelle Katastrophe dazu nutzen, um seine Argumente gegen neue AKW’s in diesem Blog kund zu tun. Was ich auch nicht schlimm finde, schliesslich ist dies das aktuelle Thema und da soll man seine Meinung dazu äussern dürfen. Andere Meinungen zu akzeptieren scheint jedoch nicht mehr möglich zu sein… Lieber schiesst man gegen diese Leute und prangert ihre Art und Weise an, obwohl man selber genau gleich handeln würde. Wenn’s der andere macht ist es dann plötzlich verwerflich, zum kotzen!

    Ich bin weiss Gott kein Linker, aber habe absolut keine Lust auf solch gefährliche Werke angewiesen zu sein. Was spricht denn dagegen, Alternativen weiter zu entwickeln und dafür, statt für neue AKW’s, Geld einzusetzen?

    Es ist übrigens völlig legitim, dass nach einer solchen Katastrophe Diskussionen aufkommen.

  6. Es ist doch sehr fragwürdig mit welchen Mitteln Stimmung gegen AKW gemacht wird. Die Medien übertreffen sich abwechselnd mit Falschmeldungen und irgendwelchen Hypothesen. Parteianhänger gelten Plötzlich als Atomphysiker und dürfen in der Mattscheibe ihr Ego verbreiten, während man in der gesamten Medienlandschaft keinen einzigen wissenschaftliche Bericht lesen darf der Klarheit schafft. Es wird einfach vermittelt das Atomkraft Böse ist und mit dem Unglück in Tschernobyl untermauert.

    Betrachtet man das Problem der Energieversorgung global sind die AKW Verhinderer die Ursache das wir dem Risiko alter Kraftwerke ausgesetzt sind. Die Antwort zu der Energieversorgung haben weder die Grüne Partei noch die Umwelthippies bereit, ausser vielleicht dem Hinweis das man die Kaffeemaschine ausschalten und Sparlampen verwenden soll.
    Die Verhindern ja gerade den Bau von neuen sicheren AKW und setzen uns dem Risiko alter AKW aus und sind die wahren Verursacher der Zwischenfälle. Die Parteigenossen der Grünen Partei verzichten auch nicht auf die warme Wohnung, Warmwasser usw. dazu noch Werbung für Elektroautos gemacht wird.

    Geht es um die Ferien, ist es dann auch plötzlich etwas anderes wenn die in ein Auto oder Flugzeug steigen.

    Jeder soll sich selber fragen was sie/er will und sich nicht einfach eine CO2 und Atomfreie Traumwelt vorlügen und ständig auf andere zeigen.

  7. Dani, es geht darum aufzuzeigen wie Atomgegner die Medienrealität manipulieren. Leider fallen viel zuviele Leute darauf herein. Einige Leute haben sich ja bereits dermassen in Panik versetzen lassen, dass sie Jod-Tabletten gekauft haben. Aufklärungsarbeit tut Not. Mit Scheinheiligkeit hat das überhaupt nichts zu tun. Was ich tun und lassen würde solltest du mir überlassen, sonst wäre es anmassend. Schliesslich kennst du mich nicht. Unmoralische Angebote und Erregung öffentlicher Ärgernisse gehören definitiv nicht zu meinem Repertoire. Gegen gute alternative Energien habe ich nichts. Solange diese den Atomstrom jedoch nicht zufriedenstellend ersetzen können, kommt für mich ein Ausstieg nicht in Frage. Ich bin der Ansicht, dass man die alten AKW’s durch neue AKW’s ersetzen sollte, da neue AKWs sicherer sind.

    Heinz Mahler, genauso sehe ich das auch.

  8. Mit Alternativenergie wird momentan viel Wind gemacht, aber keine Bandenergie erzeugt.

    Wind- und Solarenergie gibts nur wenns windet oder die Sonne scheint. Wir brauchen aber auch Strom, wenn es weder windet noch hell ist.

    Elektrizität lässt sich leider noch nicht speichern.

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