Hallo Fagot, eine seriöse Umfrage kann man in einem Internetforum nicht durchführen. Grund ist, dass es für Angaben wie Alter, Wohnort und die Identität der Person kein Gewähr gibt. Deine Fragestellung interessiert mich jedoch und deshalb ohne Angabe meines Alters meine Stellungnahme.
Nein, Gewaltspiele sollen nicht verboten werden!
Hier die Grundlage für mein Nein zu einem Verbot:
Ich denke, dass man sich mit solchen Spielen für gewisse Kampfsituationen mental vorbereiten und trainieren kann. Das ist ähnlich wie beim Flugsimulator für Piloten oder dem Simulator für Panzerfahrer, Fahrschüler etc. Ich kenne jedoch keinen Schweizer Soldaten, der nach dem intensiven Training in einem Schiesskino hingegangen ist und mit dem Sturmgewehr Leute abgeknallt hat. Auch die Medien nicht, denn sonst hätten sie darüber berichtet. Zudem gibt es keinen Hinweis dafür, dass die Zahl der Amokläufe nach der Einführung von Killerspielen markant angestiegen wäre. Mir ist jedenfalls kein solcher Hinweis bekannt. Folglich finde ich es gewagt, wenn man meint gesellschaftliche Probleme mit dem Verbot von Spielen lösen zu können.
Für Amokläufer an Schulen gibt es meiner Meinung nach andere Ursachen. Es sind oft Einzelgänger und Mobbing-Opfer, die von Mitschülern jahrelang gehänselt werden und dann einen immensen Hass und Gewaltfantasien entwickeln. Diese Gewaltfantasien können zwar durch Killerspiele begünstigt werden, dennoch haben Menschen auch ohne solche Spiele Gewaltfantasien. Beweis: Kriege, Mord, Totschlag, Amokläufe etc. hat es bereits vor der Erfindung von Killerspielen und elektronischer Medien wie Radio und Fernsehen gegeben. Ein Hinweis auf einen Anstieg z.B. 1 Amoklauf pro 1 Million Einwohner hat sich auf 2 Amokläufe pro 1 Million Einwohner geändert oder so gibt es nicht.
Kinder sind heute wesentlich mehr einem Markendruck unterworfen als früher. Kinder, deren Eltern sich keine Markenklamotten leisten können, geraten dadurch eher in die Lage ausgegrenzt zu werden. Zudem haben wir Migrantenkinder aus Kriegsgebieten, die unter Umständen vom Krieg traumatisiert wurden. Die sich eventuell "auch" deshalb in der Schweiz nicht integrieren können und zu übermässiger Gewalt neigen. Die Erziehung bzw. die Sozialisation sind ein Schlüsselfaktor. Von Eltern misshandelte Kinder können ein abnormales Verhalten entwickeln. So kann es sein, dass ein Mädchen, welches von seinem Vater vergewaltigt wird grundsätzliche Probleme mit Männern etc. hat. Dann gibt es auch noch den medizinischen Aspekt. Borderline-Gestörte etc. spinnen auch ohne Killergame. Es gibt also mehrere Ursachen für Amokläufe. Killergames sind kaum eine. Leute die Killergames spielen, können ihre Emotionen mit solchen Spielen abregen. Andere tun das mit Fäusten auf der Strasse z.B. als Mitglieder des Schwarzen Blocks oder als Hooligans. Was ist besser?
Bezüglich den Studien, die du erwähnst, sind die im Internet einsehbar? Gibt es einen Link zu diesen Studien? Man könnte diese z.B. mit einem PDF-File auf irgend einem Webspace plazieren. So wären sie auf einfache Weise ausserhalb der wissenschaftlichen Gemeinde für Millionen von interessierten Laien zugänglich.
Die Menschen von heute sind genau die gleichen Affen wie jene in früheren Zeiten.
vor 6 Monate veröffentlicht
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