Sozial-Irrsinn im Kanton Zürich

Von Alexander Müller veröffentlicht am 14. September 2014 | 1.583 mal gesehen

Und wieder ein Fall von Sozial-Irrsinn im Kanton Zürich. Einem Medienbericht zufolge kostet eine Flüchtlingsfamilie die Zürcher Steuerzahler rund 60’000 Franken im Monat. Das ist angesichts der Tatsache, dass die Mehrheit der Zürcher Steuerzahler wahrscheinlich nicht 60’000 Franken im Monat verdient, inakzeptabel. Denn somit sind bestimmte Sozialhilfeempfänger besser gestellt als die Mehrheit der Steuerzahler. Doch was tun die beiden Zürcher SVP-Regierungsräte als Mitglieder einer Kollegialbehörde dagegen? Nichts?

Mich erinnert diese Sache an den Fall Carlos. Der Vorgesetze des linken Jugendanwalts, Oberjugendanwalt Marcel Riesen, ist ein SVPler. Er war sogar einmal Präsident der Jungen SVP des Kantons Zürich. Er hat nichts gegen die später von der SVP heftig kritisierten Massnahmen unternommen. Im Gegenteil, er ist in Bezug auf Therapien offenbar eher mit den Fachleuten aus der Sozialdienst-Industrie einig als mit den schlecht durchdachten und dilettantischen Lösungsansätzen seiner Partei. Doch damit ist er offensichtlich nicht alleine. Die Massnahmen im Fall Carlos wurden sogar von zwei SVP-Richtern bewilligt!

Weiss die Zürcher SVP-Parteispitze eigentlich, was ihre Amtsträger tun?
Weiss die Zürcher SVP-Parteispitze eigentlich, was ihre Amtsträger tun?

Die SVP-Wähler lassen sich von der SVP-Parteiführung doch stets wieder von neuem an der Nase herumführen. Wann merken diese Leute eigentlich, dass sie von der SVP nach Strich und Faden verarscht werden?

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2 Gedanken zu „Sozial-Irrsinn im Kanton Zürich“

  1. Kurze und relativ ernstgemeinte Frage:
    Welche Partei als Alternative? BDP? nein danke, SP und Grüne sowieso nicht, CVP auch nicht wirklich. Bleibt noch FDP, die passt aber auch nicht unbedingt. SD ist quasi nicht existent. EVP in vielen Fragen wieder nicht auf meiner Linie. Köpfe wählen wäre noch eine Möglichkeit, aber da ist ebenfalls meistens die Frage nach dem kleineren Übel. Also so einfach finde ich es nicht auf die SVP zu verzichten und wenn es nur als Gegenpol zum Schwachsinn dient, denn viele SPler verzapfen.

  2. Hans, ich gehe nicht mehr wählen, die Politik in unserem Land ist von Seilschaften, einem Parteienfilz und der rücksichtslosen Machtausübung der Massenmedien geprägt. Auch die SVP ist nicht besser als die anderen Parteien. Eine kleine Klicke führt die Partei. Die Mitglieder der Führungsklicke umgeben sich mit JA-Sagern und Mitläufern. Im Gemeinderat der Stadt Zürich gibt es bei der SVP sogar einen Fraktionszwang! Die SVP-Mitglieder der Fraktion MÜSSEN so abstimmen wie es Roger Liebi und Mauro Tuena wollen. Zuunterst in der Hierarchie befindet sich eine grosse Anzahl von Wasserträgern, die sich unentgeltlich für die Interessen der Klicke an der Parteispitze einsetzen und notfalls zum Schutz der Partei geopfert werden, wenn sie auf Facebook sagen, was 99% der SVP-Wasserträger denken und dafür in den rücksichtslosen linken Massenmedien unter Beschuss geraten. Die SVP hat meist keine intelligenten Lösungen parat. Der letzte Vorschlag von Seiten der SVP, CHF 600.00 Sozialhilfe pro Monat ist ein hirnverbrannter Schwachsinn. Die SVP hat sich damit einmal mehr als Bonzen-, Egoisten- und Sozialabbauerpartei profiliert. Leider schafft es die SVP-Führungsseilschaft immer wieder viele arglose Büetzer und Verlierer der Gesellschaft um sich zu scharren und mit ihren einfachen bis geradezu grenzdebilen Vorschlägen zu verführen. Menschen mit einem einfachen bzw. simplen Weltbild sind besonders anfällig für die Verführungskünste von Rattenfängern und Populisten.

    Die SVP ist eine Partei, die sich für Partikularinteressen von Privilegierten einsetzt. Bei den Armen sparen sie gerne und streichen die Sozialhilfe. Schon bei der Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes hat sich die SVP an vorderster Front für Sozialabbau eingesetzt. Dafür wollen sie für die Gastrobranche ungerechtfertigte Steuervorteile, die wiederum die Konsumenten zahlen müssen und für Multimilliardäre tiefe Steuern. Eine solche Partei ist für mich definitiv nicht wählbar und da es an vernünftigen Alternativen mangelt, gehe ich eben nicht mehr wählen. Ich unterstütze definitiv nicht jene, die mir einen Dolch in den Rücken gerammt haben.

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