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	<title>DAILYTALK.CH &#187; biometrische Daten</title>
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		<title>Biometrischer Pass: Ja zum Big-Brother-Überwachungsstaat</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 16:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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		<category><![CDATA[biometrische Daten]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine hauchdünne Mehrheit des Schweizer Stimmvolks hat sich von den Drohungen der Tourismusbranche einschüchtern lassen und ja zum Big-Brother-Überwachungsstaat gesagt. Offenbar hat diese hauchdünne Mehrheit im Land kein Problem damit seine Fingerabdrücke abgeben zu MÜSSEN und diese dann zusammen mit anderen biometrischen Daten in einer zentralen staatlichen Datenbank zu hinterlegen. Im Moment dürfen die biometrischen Daten von Schweizer Bürgern (inklusive Fingerabdrücken) zwar noch nicht zu Fahndungszwecken eingesetzt werden, doch sicherlich ist das nur noch eine Frage der Zeit. </p>
<p>Beim nächsten Vergewaltigungsfall wird dann wieder ein Law-and-Order-Aufschrei durchs Land hallen und dann werden die Medien, angeführt von den Populisten, wieder lauthals einen Polizei- und Terrorstaat ganz nach dem Muster von Georg Orwells Roman &#8220;1984&#8243; fordern.</p>
<p>Verwundert hat mich wie leichtfertig ein Teil des Volks hier einmal mehr entschieden hat. Die Arbeitsplätze in der Tourismusindustrie hängen sicherlich nicht davon ab ob ein Schweizer mit seinem Pass leicher in die USA einreisen kann oder nicht. Sowas hängt vielmehr von der Konjunktur und der persönlichen wirtschaftlichen Situation des Betroffenen ab. Doch nach dem gleichen Muster wie bei der Abstimmung über die Personenfreizügigkeit wurde natürlich wieder behauptet, dass ein NEIN zur Vorlage zu einer Kündigung (diesmal) des Schengenvertrags führen würde. Auch das ist natürlich wieder ein fertiger Blödsinn.</p>
<p>Auch das Argument, dass man bei der Cumulus-Karte und bei Facebook auch bereit sei seine Daten bekannt zu geben und es dann aber paradoxerweise beim Staat nicht tun wolle, zieht nicht. <span id="more-1458"></span> Es gibt nämlich einen kleinen und feinen Unterschied bei diesem Vergleich. Bei Facebook und bei der Migros (Cumulus-Karte) kann nämlich jeder selber entscheiden ob er seine Daten preisgeben will oder nicht. Beim Staat nicht. Jedenfalls ab März 2010 nicht mehr. Man muss also zwischen Freiwilligkeit und staatlichem Zwang unterscheiden. Der Staat kann mit den Daten zudem wesentlich mehr anfangen als Facebook.</p>
<p>Wie das wohl weitergehen wird? Wer weiss, irgendwann wird dann das Volk in seiner unkritischen Naivität auch noch zustimmen wenn es darum geht jedem Bürger einen Mikrochip unter die Haut zu pflanzen damit man jederzeit weiss wo er sich gerade befindet und was er gerade mit wem macht.</p>
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