Verbaler Rassismus
Für die in Zürich domizilierte GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus sind die Befürworter der Minarett-Initiative Rassisten. Das sind immerhin etwas mehr als 1.5 Millionen Schweizer. Zumindest kann man diesen Eindruck erhalten, wenn man sich die Chronologie 2009 dieser Stiftung anschaut. Dort steht unter anderem der folgende Eintrag:

Dieser Eintrag bezieht sich auf eine Rede von Benjamin Kasper, dem Präsidenten der Jungen SVP des Kantons Thurgau. Er hielt diese Rede im Vorfeld der Abstimmung über die Minarett-Initiative des Egerkinger-Komitees. Laut GRA Stiftung ist das «verbaler Rassismus». Folglich muss es nach derselben Logik Rassismus gewesen sein, wenn man für die Minarett-Initiative gestimmt hat. Doch es kommt noch besser. Als Kasper von diesem ehrverletzenden Eintrag erfuhr, verlangte er von der Stiftung, dass er von der Webseite gelöscht wird. Weil sich die Stiftung weigerte, den Eintrag zu löschen, kam der Fall vor das Bezirksgericht Kreuzlingen. Dieses wies die Ehrverletzungsklage von Kasper ab. Laut Begründung des Gerichts ist «die Berichterstattung über den Kläger gerade im Zusammenhang mit der Minarett-Initiative durch ein überwiegendes öffentliches Interesse gerechtfertigt.» Sogar die Wertung “verbaler Rassismus” hält es angesichts der konkreten Umstände für gerechtfertigt und damit nicht für widerrechtlich!
Ich halte dieses Urteil für skandalös, denn es erweckt den Eindruck, dass die Mehrheit der an der damaligen Abstimmung beteiligten stimmberechtigten Schweizer Rassisten sind und die Schweizer Bundesversammlung eine rassistische Vorlage für gültig erklärt hat. Ein unerhörter Vorwurf. Zumal öffentlich zum Audruck gebrachter Rassismus gemäss Strafgesetzbuch Artikel 261 strafbar ist.
Es erstaunt, dass gegen Kasper noch keine Strafanzeige wegen Rassendiskriminierung erhoben wurde. Zumal der Rassismusvorwurf vom Bezirksgericht Kreuzlingen gestützt wird. Continue reading ‘Verbaler Rassismus’ »





