28. Juli 2010, 23:46
Christian Brönnimann bezeichnete im Vorspann seines im Tagesanzeiger veröffentlichten Artikels “Ein Machtzentrum der Schweiz“ die Stadt Bern als Hauptstadt. Leider vergass er darauf hinzuweisen, dass Bern lediglich die Hauptstadt des Kantons Bern ist. Wegen dieser fehlenden Information und des Titels könnte bei den Lesern des Tagesanzeigers der Eindruck entstehen, dass Bern die Hauptstadt der Schweiz ist. Das wäre jedoch falsch, denn in der föderalistischen Schweiz gibt es keine ”Hauptstadt”! Bern ist auf eidgenössischer Ebene lediglich Bundesstadt und Sitz von Bundesrat und Bundesversammlung. Continue reading ‘Ist Christian Brönnimann ein zentralistischer Etatist?’ »
27. Juli 2010, 17:26
Das Schweizer Stimmvolk sagte vor vier Jahren ja zur Zahlung der sogenannten Kohäsionsmilliarde an die EU. Das Geld war zugunsten der EU-Osterweiterung vorgesehen . Der damalige Bundesrat versicherte dem Stimmvolk damals, dass es bei einer einmaligen Zahlung bleiben würde. Damit machte die Schweiz eine grosszügige Geste zugunsten der EU, denn die Schweiz ist kein EU-Mitgliedstaat und somit auch nicht zu einer Zahlung verpflichtet. Trotz dieser grosszügigen Geste wird die Schweiz von EU-Vertreten weiterhin regelmässig der Rosinenpickerei bezichtigt und als Staat dargestellt, der sich auf Kosten von EU-Staaten bereichert.
Gemäss einem Artikel der NZZ am Sonntag erhärten sich nun die Hinweise, dass die EU mehr Geld sehen will. Die Rede ist von weiteren 1.6 Milliarden Schweizerfranken. Das überrascht nicht, denn die Finanzen vieler EU-Staaten sind in einem desolaten Zustand. Doch jetzt ist einfach einmal fertig mit dieser elenden Bettelei seitens der EU. Es kann nicht sein, dass sich eine Gruppe von Staaten zu einer Räuberbande namens EU zusammenschliesst um gemeinsam einzelne Staaten zu erpressen und zu bedrohen. Die Schweizer Regierung muss jetzt einfach einmal NEIN sagen, sonst hört das nie auf! Weitere Zahlungen sind nur noch gegen verbindliche Zugeständnisse an die Schweiz zu entrichten. Diese Zugeständnisse müssen für die Schweiz von Bedeutung sein.
19. Juli 2010, 18:41
Heute gab EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy unserer Bundespräsidentin Doris Leuthard den Tarif durch. Entweder spurt die Schweiz und übernimmt den EU-Rechtsbestand oder aber sie kann nicht mehr am EU-Binnenmarkt teilnehmen. Damit hat er klare Verhältnisse für künftige Vertragsverhandlungen geschaffen. Nun ist klar, wer den Tarif durch gibt und diktiert wie die Dinge zu laufen haben. Es ist zu befürchten, dass unter solchen Umständen abgeschlossene Verträge zum Nachteil unseres Landes sind.
Gemäss OR Artikel 29 wäre ein Vertrag, der unter Drohung oder Furchterregung zustande gekommen ist ungültig. Leider ist das OR für internationale Staatsverträge nicht von Belang. Dennoch sollte man sich fragen ob Verträge, die unter Drohung oder Furchterregung zustande kommen aus moralischer und ethischer Sicht vertretbar sind. Wenn man allerdings sieht, dass massgebende EU-Mitgliedstaaten wie Deutschland und Frankreich kein Problem damit haben Straftaten zu begünstigen um an gestohlene Daten zu kommen, braucht man sich keine grossen Hoffnungen zu machen.
4. Juli 2010, 13:47
Es gibt immer wieder Ausländer und Städter, die sich über Kuhglocken beschweren. Diese Leute sind aufs Land gezogen um eine ländliche Idylle zu geniessen. Leider verwechseln sie diese Idylle oft mit Totenstille. Weil es Totenstille selbst auf dem Land nicht gibt, stören sich diese Leute über den dort üblichen Lärm und klagen dagegen. Mit weitreichenden Konsequenzen! So muss z.B. ein Bauer dafür sorgen, dass sein Hahn morgens zu einer bestimmten Zeit nicht mehr kräht. Ein anderer Bauer darf seinen Kühen keine Kuhglocken mehr anziehen. In einem Dorf, muss man des Nachts den Brunnen abstellen weil sich ein Zugezogener über das Plätschern des Brunnens stört. Ich halte diese Entwicklung für weltfremd.
Kuhglocken sind etwas Schönes und sie gehören zur Schweiz. Sie sind überdies eine Touristenattraktion. Wir sollten darauf achten, dass Traditionen wie Alpaufzüge und Alpabzüge, bei denen Kühe prächtige Kuhglocken tragen und mit einem schönen Kopfschmuck versehen sind, aufgrund der Globalisierung nicht verloren gehen. Auch sollte man Kuhglocken nicht vorschnell verbieten weil dies ein Zugewanderter aus dem Ausland oder einer Stadt so verlangt. Es geht um mehr als bloss um den Glockenklang oder die sonst auf dem Land üblichen Geräusche, es geht um unsere Kultur, ein Stück Identität bzw. die Seele unseres Landes!