Posts tagged ‘UBS’

Wenn sich Abzocker verzocken…

Wenn ehemals seriöse und solide Schweizer Banken die Bodenhaftung verlieren und zu Casinos werden…
UBS

…verspielen sie das in sie gesetzte Vertrauen.

UBS-Aktionäre genehmigen Vergütungen in Millionenhöhe

Oswald GrübelDie Aktionäre der UBS haben heute gezeigt, dass es nicht nur Blickleser unter ihnen gibt. Mehrheitlich folgten sie den Anträgen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung. Neben dem Geschäftsbericht, der Konzernrechnung und dem Bericht des Stammhauses segneten sie auch den Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2009 ab. Sie akzeptierten somit Vergütungen in Millionenhöhe.

Nachdem vor den Aktionären der UBS bereits die Aktionäre von Novartis und Swiss Re Vergütungen in Millionenhöhe zugestimmt haben, ist klar, dass die Abzocker-Initiative von Thomas Minder nichts bringt. Das Ziel von Thomas Minder ist es Vergütungen in Millionenhöhe zu verhindern indem Aktionäre darüber abstimmen. Nun zeigt sich aber zum wiederholten Mal, dass Aktionäre Vergütungen in Millionenhöhe gutgeheissen haben.

Erfreulich an der heutigen Generalversammlung war auch, dass die Aktionäre den Verwaltungsräten der Geschäftsjahre 2008 und 2009 die Decharge erteilt haben. Das war nötig. Die knapp zustande gekommene Verweigerung der Decharge für das Geschäftsjahr 2007 ist zwar bedauerlich, doch nicht sonderlich tragisch. Denn mit einer Klage ist kaum zu rechnen. Die Erfolgschancen einer solchen Klage wären gering. Ausser viel Geschrei und ein bisschen öffentlichem Frust ablassen ist also kaum etwas passiert. Continue reading ‘UBS-Aktionäre genehmigen Vergütungen in Millionenhöhe’ »

Freisprüche bei Swissair-Prozess vergessen?

Swissair GroundingAn alle, die meinen, dass eine Klage gegen die UBS-Verwaltungsräte etwas bringen würde. Erinnert ihr euch noch an den Swissair-Prozess? Der hat ausser enormen Kosten für die Steuerzahler nichts gebracht. Die Verantwortlichen des Swissair-Debakels wurden im Sommer 2007 freigesprochen und bekamen Entschädigungen von insgesamt drei Millionen Schweizerfranken.

Gemäss Dominique Biedermann von der Ethos-Stiftung würde eine Klage gegen die UBS-Verwaltungsräte Millionen kosten. Deshalb hat er am 4. April 2010 in der NZZ am Sonntag deutlich gemacht, dass er keine Klage einreichen wird. Trotzdem setzt er sich dafür ein, dass an der morgigen Generalversammlung der UBS-Aktionäre dem Verwaltungsrat die Decharge verweigert wird. Doch was soll das bringen? Will man, dass die UBS noch mehr Geld für unnötige Verfahren verschwendet?

Die Aktionäre sollten morgen die Entscheide treffen, welche für die Zukunft der UBS und den Kurs der UBS-Aktie am besten sind. Jetzt ist es an der Zeit nach vorne zu schauen und sich z.B. über das neue Vergütungssystem der UBS zu kümmern.

UBS-Aktionäre sollten die Decharge erteilen

ubsÜbermorgen tagt die Generalversammlung der UBS. Dabei wird über die Dechargenerteilung der Verwaltungsräte der Jahre 2007, 2008 und 2009 abgestimmt. Mehrere Aktionäre darunter Ethos-Chef Dominique Biedermann haben bereits angekündigt, dass sie dem Verwaltungsrat und den ehemaligen Verwaltungsräten der Jahre 2007-2009 die Decharge verweigern werden.

Nüchtern betrachtet ist es jedoch dumm, wenn man den UBS-Verwaltungsräten die Decharge verweigert. Eine Dechargenverweigerung nützt nämlich nur etwas, wenn man den Verwaltungsräten eine strafbare Handlung oder wenigstens eine schadenersatzpflichtige Handlung nachweisen kann. Nach Ansicht von Experten dürfte dies bei den UBS-Verwaltungsräten jedoch schwer nachweisbar sein. Folglich nützten solche politisch motivierte Aktionen nichts. Sie schaden allerdings womöglich dem Kurs der UBS-Aktie und damit den Aktionären.

Da sinkende Aktienkurse und hohe Prozesskosten für jahrelange Prozesse und Verfahren nicht im Sinne der UBS-Aktionäre sein können, sollten die Aktionäre möglichst schnell einen Schlussstrich zu dieser Affäre ziehen und nach vorne schauen.