Über Politiker mit Ecken und Kanten und Flaschen

Merz und Achmadinedschad

Wenn ein Politiker mit Ecken und Kanten ehrlich ist und sagt was er denkt, muss er unter Umständen zurücktreten. Wenn er hingegen eine Flasche ist, darf er sogar Bundespräsident werden und unser Land international in Verruf bringen.

Siehe die Geschichte des SVP-Politikers René Kuhn. Er wurde wegen seiner Äusserungen über ungepflegte Frauen von den Medien aufs heftigste angegriffen und als Frauenhändler abgestempelt. Zudem wurde er kurz nach seiner Äusserung von einem SP-Politiker wegen angeblichen Datenklaus angezeigt. Man warf Kuhn vor ungerechtfertigterweise in Besitz der Email-Adresse eines SP-Politikers gekommen zu sein. Anschliessend liessen die Medien verlauten, dass gegen ihn (wegen der Email-Adresse!!!) ermittelt werde. Wegen so einem einem Blödsinn (Besitz einer Email-Adresse eines unbedeutenden SP-Provinzpolitikers) wird dann gegen jemanden ermittelt. Mit solchen Rufmordkampagnen und Empörungsjournalismus, werden unliebsame Politiker, die Ecken und Kanten haben und sich getrauen zu sagen was sie denken von linken Journalisten öffentlich fertig gemacht.

Wenn dann aber ein Bundespräsident in Libyen seine Kompetenzen überschreitet und damit die Schweizerische Eidgenossenschaft sowie kantonale Polizeibehörden (die ihm nicht unterstehen!) in Verruf bringt, indem er mit einer Entschuldigung eine Schuld eingesteht, die gar nicht besteht, wird er von Politikerkollegen (aus den bürgerlichen Reihen) gelobt. Möglich, dass dies etwas mit den bevorstehenden Bundesratswahlen zu tun hat.

Wenigstens hat er diesmal darauf geachtet nicht lächelnd mit einem Diktator abgebildet zu werden. Möglicherweise liegt das aber auch daran, dass er als “untere eidgenössische Charge” vom Diktator gar nicht erst empfangen wurde und sich “nur” mit dem Premierminister Libyens (einer Marionette) begnügen musste. Das hinderte ihn aber natürlich nicht daran umzufallen, hinzuknien und den Wünschen des libyschen Diktators nachzukommen. Dabei hat er vermutlich auch gleich vergessen darauf zu bestehen, dass er die beiden Schweizer gleich mit in die Schweiz zurücknehmen kann.

Ich wünschte mir eine etwas weniger realitätsfremde Politik! Das wird allerdings mit solchen Politikern und einem Wahlsystem, welches solche Politiker begünstigt, ein Wunschtraum bleiben.

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5 Kommentare

  1. avatar lomnop sagt:

    Bundesrat Merz scheint sich seiner wiedergewonnenen Gesundheit so sehr zu erfreuen, dass er die ganze Welt umarmt, mit all ihren Diktatoren und Tyrannen. Natürlich hoffe ich für die Schweiz, dass die Sache gut ausgehen wird, jedoch sind Zweifel angebracht. Nicht zuletzt aufgrund der Äusserungen, die von dem Lybischen “Revolutionsführer” und dessen Sohn, über die Schweiz gefallen sind. Da deutete noch vieles darauf hin, als stünde der Schweiz eine Kiegserklärung bevor, die Familie Gaddafi schien nur noch auf Rache aus. Nun sollen sie, nach der Unterzeichnung eines ominösen Vertrags, plötzlich wieder freudlich gesinnt sein? Man warte ab. Falls dieser Bundesratssitz ebenfalls vakant werden sollte, dann müssten die Parteien immerhin nicht mehr allzulange über mögliche Nachfolger nachdenken.

  2. Was man wissen muss, Libyen hat weniger Einwohner als die Schweiz. Die Armee von Libyen ist schlechter ausgerüstet als die Schweizer Armee. Libyen liefert für CHF 1.7 Milliarden Oel in die Schweiz, die Schweiz exportiert Waren und Dienstleistungen für ca. CHF 300 Millionen nach Libyen.

    Libyen ist also weder aus militärischer Sicht eine Bedrohung noch aus wirtschaftlicher Sicht relevant für die Schweiz. Zudem profitiert Libyen wesentlich mehr von der Geschäftsbeziehung mit der Schweiz als umgekehrt. Wer sich für CHF 300 Millionen derart demütigen lässt ist ein käuflicher Trottel. Hoffen wir, dass es Merz mehr um die Geiseln als um die Geschäftsbeziehung ging.

    Man hätte den Gaddafi-Sohn wegen des von ihm begangenen Verbrechens verurteilen sollen und ihn anschliessend gegen die beiden Schweizer Geiseln austauschen sollen. Aber für sowas benötigt man intelligente Politiker. Etwas was im Bundesrat Mangelware ist.

  3. avatar Roger Staub sagt:

    Man kann über Gaddafi denken was man will – aber schliesslich zeigt es: Beharrlichkeit und Stolz bringt einen weiter als Willfährigkeit und Arschkriecherei…

  4. Es ist nicht tragbar, dass Herr Merz im Namen des Schweizer Volkes Verträge mit Terroristen unterschreibt. Das ist ein Freibrief für alle Lybier in der Schweiz, ungestraft tun und lassen zu können was Sie wollen. Herr Merz legen Sie Ihren Kugelschreiber weg und tun Sie das was Sie können. (Weiter hinter dem Mond zu leben.) Für solche Aufgaben sind Sie nicht geeignet. Dazu braucht es Leute die sich mit Terroristen auskennen, da sind Sie mit Ihrer Blümchenpolitik völlig fehl am Platz.
    Freundliche Grüsse
    Liselotte Hostettler

  5. avatar Marcel Abate sagt:

    Ich frage mich ob unsere Politiker für unser Land kämpfen geschweige überhaubt Stolz sind “Schweizer” zu sein und im Sinne des Volkes handeln. Es kommt mir vor, dass wir unseren Stolz Stück für Stück verlieren und somit gleich unser Gesicht.
    Denn es kann nicht sein, dass wir gleich bei einer kleinen Drohung von einem Strolch wie Gaddafi, der selber über die Menschenrechte hinweg sieht und die Schweiz in der Luft zerreisst, wir uns noch entschuldigen obwohl diese feinen Feigen Kinder im unrecht sind und noch Straflos davonkommen!!
    Man sollte mit härteren Bandagen an die Sache gehen und ein bisschen Courache zeigen.
    Doch wenn man unsere Politiker betrachtet, sehen die alle wie Marionetten aus, die nur an eines Denken und Handeln, für sich selber und nicht für das SCHWEIZER Volk.
    Für so was erhalten die Steuergelder, “Schande”.
    Man bräuchte nur einen Grossen Politiker mit seinen 6 Berater’n wie z.b. Blocher, der Direkt, Agressives vorgehen und für das Volk zu 1’000% einsteht und sicherlich nicht sein eigenes Land verkauft und in den Ruin treibt.
    Rettet noch das bisschen Ehre die wir haben.

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