Was taugen Preisportale wenn man ein Pfefferspray sucht?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 30. April 2017 | 60 mal gesehen

Schweizer Preisportale sind vor allem Werbeplattformen, die keineswegs immer die günstigsten Preise anzeigen. Sie zeigen die Preise ausgewählter Händler an. Wie ich zu dieser Aussage komme? Neulich habe ich mir angeschaut wo ich in der Schweiz ein günstiges Pfefferspray bekomme. Die Suchmaschine Google begünstig vor allem die grossen Anbieter, was aber nicht unbedingt zum Vorteil der Konsumenten ist. Deshalb habe ich mir die Schweizer Preisportale angeschaut. Dies in der Hoffnung dort günstige Angebote zu erhalten. Leider mit einem enttäuschenden Ergebnis.

Die bekannten Preisportale zeigen vor allem die Angebote der Händler an, die das Preisportal für seine Dienste bezahlen. Ausserdem müssen diese Händler teilweise abstruse Kriterieren der Preisportalbetreiber erfüllen. Das folgende Bild zeigt z.B. was Toppreise.ch von einem Händler verlangt:

Vetternwirtschaft bei Toppreise.ch?

Die wollen, dass Händler ein Partnerprogrammen bei Affiliate-Unternehmen starten. Was das mit günstigen Preisen zu tun hat, ist mir schleierhaft. Es geht hier wohl eher darum Affiliate-Unternehmen lukrative Aufträge zuzuschanzen.

Wie ich weiter feststellen musste, zeigen die Schweizer Preisportale zumindest was Pfefferspray angeht bei weitem nicht die besten Produkte und die günstigsten Preise an. Nehmen wir z.B. den PSX1 Pfefferspray. Das günstigste Angebot auf Toppreise.ch ist für CHF 19.90 erhältlich. Doch dieser Preis ist hoch. Sogar der Hersteller Piexon bietet den PSX1 günstiger an und im Pfefferspray-Store bekommt man den PSX1 schon für CHF 12.00.

Pfefferspray

Mein Favorit steht somit fest. Es ist der Pfefferspray Store. Er bietet ein breites Angebot an wirksamen Pfeffersprays zu günstigen Preisen an. Was will man mehr?

Was die Preisportale angeht, so bezweifle ich mittlerweile ernsthaft, dass diese wirklich die besten Preise anzeigen. Es handelt sich dabei eher um Werbeplattformen für die Händler, die dort mitmachen und die Bedingungen der Preisportale erfüllen, indem sie z.B. die völlig unnötigen Dienste eines teuren Affiliate-Dienstes in Anspruch nehmen. Auch die Forderung MwSt pflichtig sein zu müssen, ist absurd. Wer unter 100’000 Franken Umsatz macht, ist in der Schweiz nicht MwSt pflichtig. Das trifft für viele kleine Online-Shop-Betreiber zu, die ihr Geschäft nebenberuflich betreiben. Diese müssen jedoch keineswegs schlechter sein als die grossen Abzocker, die ihre Unternehmen oft erstmal mit roten Zahlen beginnen und im grossen Stil hochstapeln um Investoren anzulocken.

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